Wie du über WhatsApp Traffic erzeugen kannst

Mit WhatsApp kannst du nicht nur mit deinen Freunden chatten, sondern für deine Webseite Traffic erzeugen. Genau so, wie für die gängigen SocialMedia-Plattformen wie Facebook und Twitter gibt es auch einen WhatsApp Share Button. Zwar ist die potenzielle Reichweite eines Shares dabei wesentlich kleiner, aber dafür sind die Leute im Allgemeinen viel eher bereit einen Content in einer kleinen Gruppe oder mit einzelnen Leuten zu teilen, als öffentlich im Netz. Wie du WhatsApp Traffic erzeugen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel.

Mobile Geräte erkennen

Da WhatsApp nur auf Smartphones läuft, sollte der WhatsApp Share Button auch nur dort angezeigt werden. Das bedeutet also, dass dynamisch bei jedem Besuch erkannt werden muss, ob dieser Besucher gerade mit einem Smartphone auf der Seite surft oder mit einem Desktop-PC. Das ist tatsächlich gar nicht schwer.

Mobile-Detection mit WordPress

Als erstes zeige ich, wie du Smartphones mit WordPress erkennen kannst. Wenn du kein WordPress benutzt, kommt gleich noch eine Variante mit PHP.

WordPress-Funktion wp_is_mobile()

WordPress hat bereits vorinstalliert die Funktion wp_is_mobile(). Diese kann jedoch leider nur zwischen Desktop und Mobile inkl. Tablet unterscheiden. Da WhatsApp eigentlich nur auf dem Smartphone Sinn macht, ist das eigentlich nicht die beste Möglichkeit. Dennoch möchte ich die Funktion kurz zeigen, da das die einzige Möglichkeit ist Mobile-Geräte mit einer Standard-Wordpress-Installation zu erkennen. Wer also kein Plugin nutzen möchte, kann schauen, ob diese Variante passt.

Mit der Funktion wp_is_mobile() von WordPress kann direkt im Template oder allen anderen Stellen, an denen PHP verwendet werden kann, direkt darauf eine if-Abfrage gestellt werden, da die Funktion immer nur true oder false zurück gibt. Die Erkennen funktioniert also einfach so:

if(wp_is_mobile())
{
    echo "ich bin Smartphone oder Tablet";
}
else
{
    echo "ich bin Desktop";
}

WP-Plugin „mobble“ für Mobile-Detection

Das WordPress Plugin „mobble“ kann auch rein Smartphone erkennen. Und genau diese Unterscheidung ist für die Verwendung eines WhatsApp Sharebuttons wichtig.

Generell unterstützt „mobble“ folgende allgemeine Funktionen:

is_handheld(); // any handheld device (phone, tablet, Nintendo)
is_mobile(); // any type of mobile phone (iPhone, Android, etc)
is_tablet(); // any tablet device
is_ios(); // any Apple device (iPhone, iPad, iPod)

Sowie die folgenden spezifischen Funktionen:

is_iphone();
is_ipad();
is_ipod();
is_android();
is_blackberry();
is_opera_mobile();
is_symbian();
is_kindle();
is_windows_mobile();
is_motorola();
is_samsung();
is_samsung_tablet();
is_sony_ericsson();
is_nintendo();

Mehr dazu auf der Plugin-Seite.

Für die Mobile-Erkennung brauchen wir also is_mobile();.

Mobile-Detection in PHP

Wenn du kein WordPress benutzt und trotzdem Mobile-Geräte erkennen willst, kannst du dafür einfach eine PHP-Klasse einbinden, z.B. die von mobiledetect.net.

Um mit dieser PHP-Klasse Smartphones zu erkennen, brauchst du folgenden Code:

require_once 'Mobile_Detect.php';
$detect = new Mobile_Detect;
if( $detect->isMobile() && !$detect->isTablet() )
{
	echo "ich bin Smartphone";
}

WhatsApp Sharebutton einbauen

Damit haben wir die Mobile-Erkennung schon mal erledigt und kommen nun zur eigentlichen Aufgabe: dem WhatsApp-Button. Auch der Button-Code selbst ist nicht sonderlich komplex. Das ganze funktioniert nämlich einfach mit einem HTML-Link-Element und könnte beispielhaft so aussehen:

<a href="WhatsApp://send?text=Wie du über WhatsApp Traffic erzeugen kannst: http://devr.cc/576">
    <img src="http://devr.cc/de/images/whatsapp-button.jpg" />
</a>

Das einzige was hierbei also WhatsApp-Spezifisch gemacht werden muss, ist der erste Teil des Links:

<a href="WhatsApp://send?text=

LIVE-Beispiel

Die fertige Integration könnte dann z.B. so aussehen. Hierbei habe ich gerade zum exemplarischen Zeigen die Mobile-Detection aus. Wenn du gerade einen Desktop-PC oder ein Tablet benutzt, siehst du zwar trotzdem den Button, bei einem Klick passiert aber einfach nichts.

Tracking einbauen

Da uns nach dem Einbau natürlich brennend interessiert, wie häufig der Button benutzt wird und wie viel Traffic darüber erzeugt wird, zeige ich nun noch, wie man

  • die Klicks auf den Button und
  • den resultierenden Traffic

mit Google Analytics messen kann.

Klicktracking auf Sharebutton

Wenn du Google Analytics über die Standard-Installation in deiner Webseite integriert hast, also nur den Script-Code von GA irgendwo auf deiner Seite platziert hast, lassen sich die Klicks auf den Button einfach mit einem onclick-Event messen. Dazu wird dem a-Element folgendes hinzugefügt:

onclick="ga('send', 'event', 'socialshare', 'click', 'whatsapp');"

Die Werte „socialshare“, „click“ und „whatsapp“ können dabei frei gewählt werden und bezeichnen nur die Event-Werte, die an Google Analytics gesendet werden. Mehr dazu in meinem anderen Artikel Ereignisse in Google Analytics mit nur einer Zeile Code messen

Wenn du den Google Tag Manager verwendet hast um Google Analytics zu integrieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ich würde einen Trigger erstellen, der auf Links reagiert, die mit „WhatsApp://send?text=“ beginnen. Der Trigger würde dann so aussehen:

GTM Trigger für WhatsApp Sharebutton

Mehr dazu in meinem Artikel Google Analytics einrichten im Google Tagmanager.

WhatsApp Chat Tracking

Hierzu machen wird uns einfach die UTM-Parameter von Google Analytics zu nutze. Aus dem Link

http://devr.cc/576

machen wir also nun sowas wie

http://devr.cc/576?utm_source=Social&utm_medium=WhatsApp&utm_term=576&utm_content=default-Button&utm_campaign=Artikel-Footer

Damit wären in Google Analytics Besuche zu erkennen, die über diesen Button zustande kamen. Unterschieden wird dabei noch nach der WordPress-ID des Artikels (utm_term), dem Ort auf der Seite, wo der Button eingebaut ist (utm_campaign) und dem Button, der verwendet wurde (utm_content) (z.B. unterschiedliche Designs). Das ist aber nur ein Beispiel.

Damit könnte später direkt in Google Analytics ausgewertet werden

  • Welche Artikel am meisten Traffic brachten.
  • An welcher Stelle auf der Seite am meisten geklickt wird.
  • Welche Buttons am meisten geklickt werden.

Das macht die Links allerdings auch wieder sehr lang und da diese beim Teilen über WhatsApp sichtbar sind, sollte hier ein URL-Shortener verwendet werden. Das macht aber auch entsprechend mehr Arbeit, wenn nicht auf eine automatische API zugegriffen werden kann.

Fazit

Einen WhatsApp Share Button einzubauen dauert nicht lange und kostet dich außer etwas Zeit nichts. Du hast also nichts zu verlieren. Wenn deine Zielgruppe viel bei WhatsApp unterwegs ist, kannst du aber viel Traffic darüber bekommen.

Hast du den WhatsApp Share Button bereits eingebaut und damit positive oder negative Erfahrungen gemacht? Verrate es mir in den Kommentaren!

Freelancer. Blogger. Affiliate. Und auf Weltreise.

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