SEO-Faktoren, die du kennen solltest

Die Wirkung einzelner SEO-Faktoren lässt sich nie wirklich klar aussagen, da es immer zu Wechselwirkungen zwischen den Faktoren kommt und sich keine Tests aufbauen lassen, bei denen Faktoren einzeln betrachtet werden können. Einige Faktoren wurden von Google offiziell bestätigt, dass diese Einfluss auf die Rankings haben, andere sind nur Vermutungen der SEO-Szene.

Inhalt

Domain Faktoren

Domain-Alter, bzw. Webseiten-Alter

Je älter eine Domain, bzw. deine Webseite, desto besser. Bei eBay einfach eine alte Domain zu ersteigern bringt aber auch nichts, zumindest nicht, wenn der Inhalt nicht mehr der selbe ist. Es geht viel mehr darum Vertrauen gegenüber Google auszubauen. Eher so, wie wenn du immer und immer wieder über Jahre hinweg mit einem Geschäftspartner zusammen arbeitest. Irgendwann kennt man sich. Das braucht aber eine Weile. Oder wie eine gute Falsche Wein, die erst mal ein paar Jahre liegen muss, bevor man sie genießen kann 😉

The difference between a domain that’s six months old verses one year old is really not that big at all. (Matt Cutts, Google)

Da du diesen SEO-Faktor selbst nicht wirklich beeinflussen kannst, rate ich dir nur, nicht voreilig aufzugeben und dein Projekt einzustellen. Manchmal kann ein SEO-Projekt auch mal 2 Jahre brauchen, bis es spannend wird.

Zeitraum der Domainregistrierung

In dem Patent von Google „Information retrieval based on historical data“ (US 7346839 B2) heißt es wörtlich:

the date when a domain expires in the future can be used as a factor in predicting the legitimacy of a domain and, thus, the documents associated therewith.

Der Zeitraum, wie lange eine Domain für die Zukunft bereits reserviert ist, kann als Faktor zur Bewertung dieser Domain genutzt werden. In Deutschland ist es jedoch kaum möglich Domains länger als 1 Jahr im Voraus zu registrieren. Das ist in den USA anders.

Domain-Historie

Wenn Domains häufig den Besitzer wechseln oder zwischenzeitlich gar nicht mehr registriert sind, könnte Google dies als Grund nehmen die Bewertung der Domain komplett neu zu erstellen und auch alle Backlinks abzuwerten.

EMD-Domains (Exact Match Domains)

Lange Zeit wurden unglaublich viele Webseiten veröffentlich mit dem exakten Keyword in der Domain (Exact Match Domain = EMD). Das hat vor einigen Jahren tatsächlich auch super funktioniert. Dabei handelte es sich dann in der Regel inhaltlich um sehr dünne Webseiten mit teilweise fragwürdiger Qualität.

Heute sollten Seiten nicht mehr auf nur ein oder wenige Keywords ausgelegt sein, sondern einen vollumfänglichen Inhalt zu einem Thema bieten. Dennoch ist es aber natürlich weiterhin so, dass Google in den Suchergebnissen die Keywords fett schreibt und somit die Domain oder ein Teil davon ggf. bei Suchanfragen leicht durch die Fettschrift hervorgehoben wird.

September 2012 gab es auch EMD-Update für den Suchalgorithmus von Google, bei dem EMD-Domains mit schlechter Qualität aussortiert werden. Einen ausführlichen Bericht dazu findest du hier: http://searchengineland.com/google-emd-update-research-and-thoughts-137340

Keyword in der Domain

Während früher ein Keyword in der Domain noch ein starkes Ranking-Signal war, hat die Wirkung inzwischen immer mehr nachgelassen. Die Fettschrift des Keywords in dem eigenen Snippet kann jedoch immer noch zu mehr Klicks in den SERPs führen.

Keyword als erstes Wort in der Domain

Je weiter vorne das Keyword innerhalb der Domain steht, desto mehr „Wert“ ist es. Der Unterschied an welcher Stelle das Keyword innerhalb der Domain steht ist jedoch nur sehr sehr gering.

Keyword in der Subdomain

Auch in der Subdomain kann ein Keyword einen positiven Einfluss auf die Bewertung haben. Ebenso wie Keywords in der Domain, ist der Effekt jedoch sehr gering. Außerdem muss man hierbei beachten, dass alle Subdomains getrennt von einander bewertet werden und somit positive Effekte nicht untereinander übertragen werden können.

Öffentlicher und privater Whois-Eintrag

In dem Whois-Eintrag einer Domain stehen die Kontaktdaten des Eigentümern so wie weitere Informationen. Diese Daten sind im Allgemeinen frei im Internet abrufbar. Es gibt aber auch Möglichkeiten diese Daten über eine „whois privacy protection service“ zu verstecken. Das verstecken der Whois-Daten könnte negativ bewertet werden.

Domain-Besitzer als Spammer bekannt

Wenn der Besitzer einer Domain (aus dem Whois-Eintrag) ggü. Google bereits mehrfach sehr negativ aufgefallen ist, könnte Google alle auf diese Person registrierten Domains abwerten oder genauer betrachten.

IP-Adresse des Servers für Spam bekannt

Genau so ist es auch mit den IP-Adressen. Wenn die IP-Adresse bereits mehrfach stark negativ für Spam aufgefallen ist, kann das ein negatives Signal an Google sein. In diesem Fall würden alle Webseiten mit dieser IP entsprechend abgewertet werden. Bei kleinen Hostingpaketen kann das so direkt dutzende bis hunderte Webseiten betreffen. Einige bekannte große Blacklisten kannst du hier abfragen.

Länder-TLD

Neben dem Domainnamen selbst kann auch die Wahl der Top-Level-Domain (TLD) ein Einfluss auf das Ranking haben. Länderbezogene TLD (ccTLD), wie z.B. „.de“, „.at“, „.co.uk“ haben eine recht klare Aussage darüber für welches Land der Inhalt einer Webseite bestimmt ist. Lokale TLDs können somit in dem jeweiligen Land ein positives Ranking-Signal sein. Jedoch im Umkehrschluss kann die auch global gesehen für alle anderen Länder ein negatives Signal sein. So sollten globale Inhalte auch auf globalen TLDs publiziert werden.

Seiten-Faktoren

Die folgenden SEO-Faktoren befassen sich mit jeder einzelnen Seite. Als Einführung hier ein Ausschnitt, wie ein Suchergebnis aussehen könnte mit entsprechenden Erklärungen.
Google Snippet Erklärung

Keyword im Title-Tag

Der Title-Tag ist sehr wichtig. Auf der eigenen Seite selbst wird dieser nur in der Browserzeile, bzw. Tab dargestellt, wo meist nur die ersten 15-20 Zeichen sichtbar sind. Google verwendet aber in der Regel den Titel für die Darstellung in den SERPs. Damit ist der Title meist das erst, was ein potenzieller Besucher von deiner Seite sieht. Daher bewertet auch Google den Inhalt des Title-Tags sehr genau. Die Verwendung von Keywords im Title-Tag ist daher ein recht starker Faktor. Außerdem werden auch hierbei wieder die Keywords in der Suche fett markiert und heben so die eigene Seite leicht hervor.

Keyword als erstes im Title-Tag

Ähnlich wir bei der Domain, ist auch bei dem Title-Tag die Position des Keywords relevant. Aber ebenso ist der Effekt nur eher gering. Tatsächlich ist es aber auch so, dass Snippets, die mit dem Keyword beginnen in den Suchergebnissen eher auffallen und damit auch eher geklickt werden, als andere.

Meta-Description

Die Description wird nur in den Suchergebnissen angezeigt und nirgends auf der eigenen Seite. Mit ca. 156 Zeichen ist für ca. 2 Sätze platz. Darin sollte man erklären, was den Nutzer auf der Seite erwartet. Die Descriptiopn soll zum klicken anregen. Auch hier wird das Keyword in den SERPs fett dargestellt.

Die Meta-Description ist offiziell kein Ranking-Faktor. Eine gute Meta-Description führt jedoch zu einer besseren Klickrate und das wiederrum ist ein sehr starker Rankingfaktor.

Wird keine Beschreibung selbst hinterlegt, so sucht Google sich selbst einen passenden Textabschnitt aus dem Inhalt heraus und zeigt diesen in den Suchergebnissen an.

Meta-Keywords

Nope. Mach dir gar nicht erst die Mühe. Die Meta-Keywords haben ausgedient.

H1-Überschrift verwenden

Die H1-Überschrift ist die Headline der Seite. Sie muss keines Wegs identisch mit dem Title-Tag sein. Ganz im Gegenteil. Während der Title-Tag den Leser über den Inhalt informieren soll, sollte die H1-Überschrift richtig Bock auf’s Lesen machen. So ein bisschen wie eine Headline der BILD-Zeitung. Nur besser.

Keyword in H1

Die Headline bietet auch noch mal eine super Möglichkeit das Hauptkeyword in einem anderen Kontext, bzw. in einer anderen Keyword-Kombination zu schreiben. Es sollte definitiv nur eine H1 verwendet werden.

Lese-Tipp: Mein lieber Blogger-Kollege Vladislav vom Affenblog hat inzwischen eine ganze Kategorie zum Thema Überschriften veröffentlich. Lesen!

Keywords in Zwischenüberschriften

Die Zwischenüberschriften, also die H2 bis H6-Tags sollten möglichst für Keywords genutzt werden. Insbesondere Neben-Keywords lassen sich hier gut unterbringen. Das macht natürlich nicht nur für die Optimierung für Suchmaschinen sinn, sondern auch Leser finden sich damit viel leichter zurecht (insofern die Keywords sinn machen..).

Keyword-Dichte (Keyword-Density)

„Keyword-Dichte“ ist in Zeiten von „WDF*IDF“ in der SEO-Szene zu einem bösen Wort geworden. Wenn man davon redet das 3% die perfekte Keyword-Dichte seien, dann halte ich das für quatsch. Es kommt auf so viel anderes an.
Fakt ist: zu häufig verwendetes Keyword = SPAM
Fakt ist: zu wenig verwendetes Keyword = unrelevant
Fakt ist: gar nicht verwendetes Keyword = WTF?

Dennoch gibt es die „perfekte Keyword-Dichte“. Das Problem ist nur leider, dass das kein Prozentwert. Ist die Keyword-Dichte nicht perfekt, wenn die Seite auf Platz 1 steht? 😉

Natürlich muss das Keyword („das Keyword“ gibt es natürlich auch nicht..) in dem Text einige Male vorkommen. Google muss ja irgendwie wissen, worum es in dem Artikel geht.

Länge des Inhaltes

Lange waren 300 Wörter und mehr „idealer SEO-Text“. Für einzelne kleine Keywords mag das bei einer guten Domain auch heute noch funktionieren. Insgesamt denke ich, sind 800 Wörter aufwärts besser. Mit 800 Wörter und mehr kann der Text viel mehr Ansprüche des Lesers erfüllen und sein Thema vollumfänglich abdecken. Die Seite wird dann auch nicht nur für das Hauptkeyword ranken, sondern diverser weitere kleinere Keywords abdecken.

Einzigartigkeit des Inhaltes

Inhalte sollten möglichst Einzigartig sein. Kopierte Inhalte von anderen Webseiten werden von Google erkannt und im schlimmsten Fall gar nicht indexiert werden. Selbst wenn kopierte Inhalte für die eigenen Lesern in dem Moment einen Mehrwert sein könnten, gibt es für Google keinen Grund einen duplizierten Inhalt in den Index aufzunehmen oder gar gut zu ranken.

Inhaltliche Anpassungen, Ergänzungen und Korrekturen

Wird ein Inhalt gelegentlich mal um ganze Absätze ergänzt und Inhalte hinzugefügt, ist das ein positives Zeichen. Es zeigt den Suchmaschinen, dass an den Inhalten jemand arbeitet. Bei Blogs ist das insbesondere mit Kommentaren recht leicht. Leser erweitern den eigentlichen Inhalt mti eigenen Erfahrungen oder stellen Fragen die vom Blog-Autor wieder ausführlich beantwortet werden können. Kleine Änderungen von einzelnen Wörter, z.B. um mehr Keywords unterzubringen, würde ich lieber lassen. Das kann schnell als Spam gewertet werden und keinen oder womöglich einen negativen Effekt haben. Auch das hinzufügen von Links auf bereits veröffentlichte Wörter würde ich lieber lassen. Das sieht schnell nach Link-Verkauf aus.

Historische Updates der Seite

Erfolgen regelmäßig an der Seite Updates? Auch hier geht es wieder darum, Suchmaschinen zu zeigen, dass sich jemand aktiv um die Seite kümmert. Meist ist es aber gar nicht leicht regelmäßig an der Seite etwas zu verändern. Auf Blogs kommen einem dort wieder die Blog-Kommentare sehr zunutze. Außerdem mache ich selbst ein oder zwei Mal im Jahr eine Auswertung meiner besten Seiten und versuche diese nach einer Keyword-Recherche mit Inhalten zu ergänzen. Schaut man sich die Keywords an, für eine Seite ranked, findet man vielleicht noch inhaltliche Lücken, die sich ergänzen und damit diese Keywords pushen lassen.

Verwendung von Medien

Werden Bilder, Grafiken, Videos und/oder andere Medien in eine Seite eingebunden, kann das ein Zeichen für guten hochwertigen Inhalt sein. Außerdem steigern Bilder und andere Medien natürlich die Aufenthaltsdauer der Besucher.

Grammatik und Rechtschreibung

Nicht nur aus Usabilitysicht ist die Grammatik und Rechtschreibung wichtig. Auch Google ist in der Lage mit seinen vollautomatischen Algorithmen Texte auf Grammatik und Rechtschreibung zu prüfen und kann so ggf. besonders schlechte Texte in den Rankings abwerten.

Sprachliches und inhaltliches Niveau

Google versucht von Texten das sprachliche und inhaltliche Niveau herauszufinden. Es geht dabei darum, ob der Text z.B. eine wissenschaftliche Ausarbeitung oder ein locker geschriebener Blog ist. Oder ob der Text für Einsteiger oder Fortgeschrittene Anwender gedacht ist.

Exakt Match Keywords

Eine Seite optimiert genau auf die Keyword-Phrase einer Suchanfrage wird theoretisch besser ranken, als eine Seite mit der selben Keyword-Phrase, bei der die Wörter aber in einer anderen Reihenfolge stehen. Eine Keyword-Recherche ist daher sehr wichtig. Google & Co sind aber immer besser darin, hochwertige Inhalte zu erkennen und dem Nutzer immer die relevanteste Seite auszuspielen. Daher werden „Exakt Match Keywords“ immer weniger wichtig und es geht mehr um den Gesamt-Kontext.

Keyword zu Beginn des Textes

Erscheint das Haupt-Keyword mit einigen Neben-Keywords bereits direkt zu Beginn, also in den ersten 100 bis 200 Wörtern eines Textes ist das ein besseres Signal, als wenn nicht. Die Keywords einer Seite sollten also möglichst direkt zu beginn erwäht werden. Das ist in der Regel aber ohnehin sehr sinnvoll, um den Nutzer abzuholen.

LSI-Keywords in Text

LSI-Keywords sind Wörter, die in einem direkten Sinn-Zusammenhang mit dem Hauptkeyword stehen. Bei LSI (Latent Semantic Indexing) geht es darum den Sinn von einem Text zu verstehen. Insbesondere bei Wörtern, welche mehrere Bedeutungen haben, sind die LSI-Keywords für Suchmaschinen sehr wichtig um das Dokument richtig einordnen zu können.

Das Keyword „Fisch“ kann sowohl einen Speise- als auch einen Zierfisch meinen. Erst LSI-Keywords wie „Abendessen“ und „geräuchert“ oder aber eben „Aquarium“ und „Fischfutter“ lassen Suchmaschinen (und menschlichen Lesern) den Sinn des Textes klar werden.

Es gibt also immer so etwas wie eine Wortwolke, die Suchmaschinen diese Hinweise zum Verständnis geben. In der Regel werden die LSI-Keywords schon automatisch beim schreiben verwendet, da sie einfach notwendig sind. Insbesondere aber, wenn man dann vielleicht doch zu sehr auch Keywords fixiert ist, können diese Wörter etwas untergehen. Ein wenig bewusst darauf zu achten, wird den Text definitiv besser machen und einen guten Vorteil bei der Bewertung von Google & Co. bieten.

LSI-Keywords im Title

Genau so wie in dem Text selbst, können LSI-Keywords auch im Title der Webseite verwendet werden. Da der Title jedoch sehr kurz ist, muss man genau schauen, wie man sinnvoll ein LSI-Keyword unterbringen kann, ohne die Lesbarkeit des Titels zu versauen.

LSI-Keywords in der Description

In der Description lässt sich wegen dem größeren Platzangebot schon leichter ein oder zwei LSI-Keywords einbauen. Aber auch hier auf keinen Fall überteiben. Keyword-Stuffing ist weiterhin ein Todesurteil.

Seitenladezeit

Google und Bing verwenden die Seitenladezeit offiziell als Ranking-Faktor. Und auch die Nutzer bevorzugen definitiv schnelle Ladezeiten von Webseiten und belohnen das teilweise mit einer wesentlich höheren Conversion-Rate.

Google bietet mit den PageSpeed Insights ein Tool, mit dem die Performance der Webseite gemessen werden kann. Außerdem werden ausführliche Hinweise gegeben, was noch verbessert werden kann. Unbedingt mal rein schauen.

Duplicate Content / Duplizierte Inhalte

Doppelte Inhalte auf der eigenen Seite, auch wenn diese nur geringfügig angepasst sind, können ein schchten Einfluss auf Rankings haben.

Doppelte Inhalte können schnell und unabsichtlich entstehen. Ist z.B. die Webseite mit und ohne www. vor dem Domainnamen erreichbar, so ist theoretisch die gesamte Domain doppelt im Internet abrufbar.

Seitenladezeit im Chrome

Google hat die verschiedensten Möglichkeiten an Informationen über Webseiten zu kommen. Mit den Veröffentlichung von dem hauseigenen Browser Chrome, besitzt Google eine neue unglaublich gehaltvolle Informationsquelle. Chrome kann viel genauere Daten über Seitenladezeit aufzeichnen, als die Crawler selbst. Darüber hinaus ist Chrome einer der fortschrittlichsten Browsern auf dem Markt und kann Webseiten sehr schnell laden.

Dieser SEO-Faktor lässt sich nur schwer beeinflussen, aber es sollte unbedingt die eigene Webseite im Chrome getestet werden. Nicht nur, weil der Chrome Browser inzwischen sehr weit verbreitet ist.

Canonical-Tag

Mit dem Tag Rel=Canonical im Header kann man im Grunde doppelte Inahlte markieren. Google und anderen Suchmaschinen wird damit mitgeteilt, wo sich das Original des Inhaltes befindet. Der Rel=Canonical beinhaltet also immer das Original. Nicht die Kopien.

Wichtig kann diese Funktion z.B. sein, wenn Seiten mit Parametern aufgerufen werden können, die den Inhalt aber nicht wesentlich verändern.

Bildernamen

„Bilder sagen mehr als 1.000 Worte“, oder wie war das? Der Bildname ist der erste Anhaltspunkt für Suchmaschienen, was das Bild enthalten könnte. So sollte also das Bilder vor dem Veröffentlichen immer einen passenden Dateinamen bekommen. Statt „DESC_000142.jpg“ also lieber „sonnenuntergang-in-bangkok-thailand.jpg“. Es kann passieren, dass recht alte Browser schwierigkeiten mit Bildern haben, die Leer- oder Sonderzeichen im Dateinamen haben. Daher empfehle ich nur a-z, A-Z, 0-9 sowie – und _ zu verwenden.

Bilder Alt-Text

Das HTML-Attribut alt=““ bei Bildern ist ursprünglich mal für die Darstellung in barrierefreien Browsern oder zur Anzeige, wenn das Bild nicht gelanden werden kann gedacht gewesen. Aber auch Suchmaschinen ziehen diesen Text heran, um den Inhalt des Bildes interpretierne zu können. Der Alt-Text sollte also immer in wenigen Worten, aber als Satz formuliert den Inhalt des Bildes wieder geben.

Bilder-Titel

Ein weiteres Atrribut, das dem Bild angehängt werden kann. Hier kann noch mal eine Art Headline für das Bild vergeben werden. Da es sehr viel Arbeit sein kann Bilder zu pflegen, wenn man viele davon hat, wäre das Title-Attribut das erste, welches ich weg lassen würde, um Zeit zu sparen.

Bild-Unterschrift

Google versucht Texte, welche sich in unmittelbarer Nähe zu Bildern diese auch zuzuordnen. Insbesondere wenn Bildunterschriften in separaten <span>-Elemente oder ähnliches mit den Bildern sind, sollte Google damit auch kein großes Problem haben. Bildunterschriften eigen sich dabei ganz gut um dem Inhalt des Bildes schriftlich noch mal wieder zu geben. Also recht ähnlich zu dem Alt-Tag, nur das der Alt-Tag in der Regel gar nicht angezeigt wird.

In HTML5 lassen sich Bilder darüber hinaus auch explizit in einen <figure>-Container packen, der ein einzelnes bzw. mehrere Zusammen gehörende Elemente grupieren soll.

<figure>
  <img src="sonnenuntergang-in-bangkok-thailand.jpg" width="400" height="300"
       alt="Sonnenuntergang in Bangkok, Thailand" />
  <figcaption>Wunderschöner Sonnenuntergang in Bangkok, Thailand</figcaption>
</figure>

Qualität ausgehender Links

Es gibt die weitverbreitete Meinung, dass ausgehende Links zu „Qualitäts-Seiten“ könnten ein Trust-Signal für Google sein. Damit sollten u.a. oft verkaufte und daher meist eher schlechte Links kaschiert werden. Bei Linkkäufen wird daher noch oft gefordert, dass ein Link zu Wikipedia gesetzt wird. Vorsicht. Es ist für Google leicht das Muster „Wikipedia-Link + schlechter anderer Link = verkaufter Link“ zu erkennen.

Themenrelevanz ausgehender Links

Ausgehende Links sollten immer themenrelevant sein. Also mit dem eigenen Content in Verbindung stehen. Ich setzt Links immer dann, wenn ich die Zielseite für passend und vertrauenswürdig halte und denke, dass der Link meinen Lesern einen Mehrwert bietet. Links sollen den Lesern weiter bringen. Mehr Informationen bieten. Themenrelevant sein.

Anzahl eingehender interner Links

Viele eingehende interne Links auf eine Seite, sind ein Signal dafür, dass die Seite wichtig zu sein scheint. Entsprechend sollten entsprechend viele Links auf für SEO relevante und wichtige Seiten gesetzt werden.

Linktext eingehender interner Links

Der Linktext eines Links, wird von Suchmaschinen mit dem Inhalt der verlinkten Seite in Verbindung gebracht. Zwei unterschiedliche Keywords sollten dabei nicht auf zwei unterschiedliche interne Seiten zeigen. Pro Keyword, bzw. Linktext sollte es nur eine interne Unterseite geben.

kaputte Links / Broken Links

Sogenannte „Broken Links“, also interne und externe Links, bei denen das Ziel nicht mehr erreichbar ist, sind ein schlechtes Zeichen. Das sieht nach einer ungepflegten und alten Webseite aus. Und auch für Besucher sind broken Links sehr ärgerlich.

Affiliate-Links

Grundsätzlich schon mal nichts schlimmes. Wenn die Seite aber fast nur Affiliate-Links enthält, könnte das ein Grund sein, dass Google bei dem einen oder anderen SEO-Faktor mal genauer hinschaut, z.B. beim Inhalt, um sogenannten „Thin-Content“ zu finden und abzuwerten. Thin-Content ist Inhalt ohne viel Mehrwert. Dieser ist besonders häufig auf Affiliate-Webseiten zu finden.

Sauberer und ordentlicher Quellcode

Zwar nur ein sehr schwacher SEO-Faktor, aber beim coden der Webseite sollte man trotzdem mach drauf achten, dass der Quellcode sauber, stukturiert und fehlerfrei ist. Mit dem W3C-Validator lassen sich HTML Fehler finden. Auch Javascript-Fehler sollten unbedingt vermieden werden. Es ist allerdings bei den meisten Webseiten fast unmöglich alle Fehler und Warnungen W3C-konform zu vermeiden. Daher nicht zu sehr auf diesen Faktor fokussieren..

PageRank

Der PageRank ist tot.

Domain-Autorität

Bei einer insgesamt starken Domain, werden auch neue Unterseiten viel schneller gute Rankings bekommen. Daher ist es wichtig nicht nur in bestimmte Seiten oder einzelne Bereiche gut für Suchmaschinen zu optimieren, sondern immer die gesamte Domain im Blick zu haben.

URL-Länge

Besonders lange URLs können unter Umständen negative Effekte erhalten. Bei der URL-Länge sollte also nicht übertrieben werden. Alles was länger ist, als in einem normalen Browser dargestellt werden kann ist viiiieeeel zu lang..

URL-Tiefe

Bei der URL-Tiefe werden die Verzeichnisse in der URL betrachtet. Je näher an der Domain, desto (minimal) besser. Theoretisch zumindest. Aber nicht deswegen einfach alle Inhalte auf Root-Ebene packen. Dann lieber in (wenigen) thematischen Unterordnern die Inhalte einsortieren.

Keyword in der URL

Auch in der URL sollte das Haupt-Keyword untergebracht werden. Das ist ein zusätzliches Relevanz-Signal für Google. Außerdem wird das Keyword dann in den SERPs wieder fett geschrieben. Zumindest, wenn keine Breadcurmb im Snippet angezeigt wird.

Webseiten-Kategorie

Google sortiert jede Webseiten in thematische Kategorien ein. Neue Inhalte die zu dieser Kategorie passen, werden entsprechend gerankt. Themenfremde Inhalte könnten es jedoch unter Umständen sehr schwer haben.

Dies sollte auch beim erstellen der Inhalte bedacht werden, denn das ändern oder erweitern dieser Kategoriezuordnung kann viel Mühe kosten.

Priorität in der Sitemap XML

In der sitemap.xml lässt sich eine Priorität mitgeben. Diese könnte von Suchmaschinen als Faktor herangezogen werden. Aber alles auf den maximalen Wert von 1 zu setzten hat dann natürlich auch wieder keinen Sinn. Daher Artikel auf 1. Impressum und Datenschutz auf 0,1. Alle anderen Seiten sinnvoll zwischen 0,5 und 0,9 verteilen.

„geparkte“ Domains

Geparkte Domains bestehen aus nur einer Seite mit viel Werbung, wenig Text und meist noch dem Hinweis, dass die Domain zu kaufen ist. Im Dezember 2011 hat Google ein Update veröffentlicht, das geparkte Domains abwertet. Zu Recht, wie ich finde.

Quellenangaben

Quellenangaben können gut als hochwertige (Trustlinks) und vorallem themenrelevante externe Links genutzt werden. Außerdem steht auch in den „Google Quality Guidelines“, das Prüfer auf die Angabe von Quellen achten sollen.

Listen und Aufzählungen

Listen und Aufzählungen unterbrechen den Text und machen den Inhalt für Leser lesbarer. Vor allem die Leser werden diesen Punkt zu schätzen wissen. Indirekt führt das dann zu besseren Nutzer-Signalen und das wiederum ist ein SEO-Faktor 😉

Seiten-Alter

Obwohl Google neue und aktuelle Inhalte mag, ranken erst ältere Seiten die sich bewährt haben besonders gut. Die Seiten sollten regelmäßig leicht überarbeitet werden. Dann hilft nur noch warten.

Nützlicher Inhalt

Da immer von „hochwertigen Inhalten“ und „Qualität“ gesprochen wird, möchte ich hier auch noch mal erwähnen, das auch „nützlich“ „hochwertig“ sein kann. Ein Artikel muss nicht immer eine hochwertige ausführliche detaillierte Ausarbeitung sein, sondern manchmal reichen auch wenige huntert Wörter und ein derbe cooler Download. (Ja, ich habe derbe geschrieben 😉 ).

Denke also gelegentlich mal darüber nach, ob dein Inhalt ein bestimmtes Thema genau erklären soll, womit du dich auch gewissermaßen als Experte darstellst oder aber ob ein Inhalt einfach mal nur den womöglich einfachen Bedarf eines Lesers decken soll.

Domain-Level SEO-Faktoren

In diesem Abschnitt geht es um die Faktoren, die auf die gesamte Domain anzuwenden sind. Deine gesamte Webseite musst du hierbei betrachten.

Laufend neue Inhalte und aktualisierungen

Google sucht nach Webseiten, die hochwertige und wertvolle Inhalte bieten. Webseiten, auf denen lange keine neuen Inhalte veröffentlich werden und bestehende Inhalte auch nicht aktualisiert oder verbessert werden, werden insgesamt abgewertet. Achte also darauf, immer mal wieder neue Inhalte zu veröffentlichen. Blogs werden damit kein Problem haben. Bei statischen Firmenwebseiten sollte man hier sich was ausdenken.

Kontaktinformationen

Ein klares Trust-Zeichen sind Kontaktinformationen. Spammer und Betrüger würden sicherlich keine ladungsfähige Adresse auf ihrer Webseite veröffentlichen. Es sollte also immer ein vollständiges Impressum oder Kontaktseite vorhanden sein. Noch besser wäre es sogar, wenn die Kontaktdaten mit den mit den Daten aus dem Whois-Eintrag übereinstimmen.

Seiten-Struktur

Suchmaschinen nutzen die Seiten-Struktur der gesamten Webseiten um Themenbereiche und Themen-Prioritäten zu identifizieren. Silo-Strukturen grenzen Themenbereiche ab und können so innerhalb der Webseite den Themenbereich stärken. Es sollte daher bereits bei der Konzeption der Webseite daran gedacht werden und SEO immer im Hinterkopf behalten werden.

Nutzen einer Sitemap

Eine Sitemap ist nicht wirklich ein SEO-Faktor. Dennoch hilft die sitemap.xml Suchmaschinen die gesamte Webseite zu crawlen und in den Suchindex aufzunehmen. Außerdem werden Änderungen, bzw. neue Unterseiten durch die Sitemap schneller entdeckt. Die Sitemap sollte dann auch unbedingt in der Google Search Console hinterlegt werden. Dort sind dazu dann auch noch weitere Statistiken einzusehen.

Verfügbarkeit der Webseite

Webseiten, die immer mal wieder wegen Serverfehlern offline sind, hinterlassen sowohl bei den Nutzern, als auch bei Google keinen guten Eindruck. Die Webseite sollte immer Verfügbar sein.

Die Verfügbarkeit deiner Webseite kannst du mit Tools wie Serverstate oder Pingdom prüfen.

Server-Standort

Früher konnte der Serverstandort eventuell einen Einfluss darauf haben, in welchem Land die Seite auch besser ranked. Da viele Provider heute ihre Rechenzentren auf der ganzen Welt an den besten Internet-Standorten verteilen, spielt der Server-Standort an sich kaum noch eine Rolle. Wichtiger ist es, dass die Daten schnell an die Besucher und die Suchmaschinen ausgeliefert werden können. Und das ist weniger der Fall, wenn der Server in Timbuktu steht. Außerdem würde ich von exotischen Server-Standorten abraten, wie z.B. Panama, China, Thaiwan & Co.

SSL-Verschlüsselung

Google hat offiziell bestätigt, dass SSL-verschlüsselte Webseiten besser geranked werden. Der Vorteil ist jedoch recht gering. Dennoch ist eine SSL-Verschlüsselung durch ein SSL-Zertifikat ein Sicherheitsplus für die User. Zumindest, wenn das SSL-Zertifikat das richtige ist und es richtig eingerichtet wurde.

Nutzungsbedingungen und Datenschutz

Die Angabe von Nutzungsbedingungen und Datenschutz können von Google als Trust-Signal gewertet werden. Es zeigt, dass Webseitenbetreiber sich um die rechtlichen Angelegenheiten Gedanken machen und die jeweils rechtlichen Anforderungen erfüllen wollen.

Mobile-Optimierung

Webseiten werden für Desktopgeräte sowie für Mobilgeräte getrennt bewertet. Die Rankings können sich daher stark unterscheiden. Google legt viel Wert darauf, dass eine Webseite Mobile-Optimiert ist. Darauf sollte daher unbedingt geachtet werden. Offiziell empfiehlt Google die Verwendung einer Responsiv-Site, statt eine eigenständige Webseite für Mobil-Geräte zu bauen. Bei Google wird in den SERPs ein „Mobile-Friendliy“-Bage angezeigt, wenn die Webseite gut optimiert ist. Das erhöht die Klickrate und steigert so auch noch mal zusätzlich das Ranking.

Seiten-Usability

Das Nutzerverhalten auf der Webseite ist in den letzten Jahren ein immer wichtigerer SEO-Faktor geworden. Wenn die Nutzersignale verbessert werden können, wird das sicherlich auch auswirkungen auf die Rankings haben und so mehr Besucher auf die Webseite bringen.

Zu den Nutzersignalen gehören u.A. Besuchsdauer, Absprungrate, Seitenaufrufe pro Besuch und ähnliches.

Verwenden von Google Analytics und Search Console

Einige SEOs vermuten, dass das Verwenden von Google Analytics und der Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) die Rankings leicht beeinflussen können, da Google mehr Daten zum auswerten zur Verfügung stehen. Während bei der Search Console tatsächlich nicht mehr Daten an Google gesendet werden, hat Google durch Google Analytics tatsächlich mehr Daten zur Verfügung, die zur Bewertung der Webseite genutzt werden können. Insbesondere die Nutzersignale kann Google so sehr leicht messen.

Problematisch ist aber auch, dass in einen Algorithmus eigentlich keine Daten aufgenommen werden sollten, die nur von einigen Webseiten zur Verfüfung stehen. Unabhängig davon, ob dies aber nun ein SEO-Faktor ist oder nicht, bieten diese beiden Tools durch die Daten die man selbst als Webseitenbetreiber bekommt aber einen großen Vorteil zum optimieren der Webseite.

Backlink-Faktoren

Title-Tag von Backlinks

Der Title-Tag von Hyperlinks ist der kleine Inhalt, der auftaucht, wenn man mit der Maus einen Moment über den Link hält. Dieser kurze Text ist ein sehr schwaches SEO-Signal, kann aber gut als Beschreibung des Elements genutzt werden. Hierbei sollte man außerdem noch beachten, dass das auftauchende Bubble die UX der Webseite nicht behindert.

Keyword in Link-Title

Innerhalb des Title-Attributes des Links kann das Keword, das mit der Zielseite assoziiert werden soll, ebenfalls enthalten sein. Das Keyword sollte dann möglichst direkt am Anfang stehen. Insgesamt handelt es sich dabei allerdings um ein sehr schwaches Signal.

Länder Endungen der verweisenden Domain

Links von Domains aus derselben geographischen Regionen, wie die eigene Webseite, werden besser bewertet als völlig fremde geographische Regionen. So ist also ein Link einer DE-Domain auf eine andere DE-Domain mehr Wert als ein Link von einer Domain, wie zum Beispiel von einer TK-Domain.

Verlinkung innerhalb der Website

Ein Link, welcher innerhalb des Inhaltes vorkommt, ist mehr Wert als ein Link, der im Randbereich, wie zum Beispiel der Sidebar oder dem Footer vorkommt wert.

Verlinkung innerhalb des Inhaltes

Links die im Inhalt sehr weit vorne vorkommen, sind mehr Wert. Hierbei handelt es sich nur um ein sehr schwaches Signal, welches sich stärker ausgeprägt, wenn viele Links im Text vorkommen. Dabei sollte der eigenen Link dann einer der ersten Backlinks sein.

Themenrelevante Links

Links von themenrelevanten Webseiten wie der eigenen Webseite, sind mehr Wert. Insbesondere sollte dabei immer an den Mehrwert für den Leser gedacht werden. Würde dem Leser also ein Links zu dieser Webseite einen Mehrwert bieten?

Link umgebenden Text

Google schaut sich nicht nur den Link selbst an sondern auch den umliegenden Text. Dabei ist Google sehr gut darin, den Inhalt des Textes zu verstehen und auf den Link zu interpretieren. So sollte ein Link also nicht nur so auftauchen innerhalb des Textes, sondern einen starken themenbezogenen Inhalt zu dem Text haben. Im Idealfall sollte der Text um einen Backlink herum positiv formuliert sein, da auch das von Google ausgewertet wird.

More coming soon! Ich arbeite noch fleißig an diesem Arikel! 🙂

Freelancer. Blogger. Affiliate. Und auf Weltreise.

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