11 Google Analytics Custom Dimensions, die jede Webseite nutzen sollte

Bereits von Haus aus unterstützt Google Analytics unglaublich viele Tracking-Daten, mit denen sich die unterschiedlichsten Informationen auswerten lassen. Mit CustomDimensions und CustomMetrics lässt sich die Datenvielfalt noch mit individuellen Daten ergänzen. Diese Daten müssen speziell ins Tracking eingebaut werden, liefern dann aber ein besseres Gesamtbild der Webseitennutzung. In diesem Beitrag habe ich eine Liste von benutzerdefinierten Dimensionen runter geschrieben, welche ich gerne in jedem neuen Setup für Kunden einbaue.

Was sind Custom Dimension?

Custom Dimensions sind diese praktischen zusätzlichen Informationen die sich mit jedem Request an ein Webanalytics Tool senden lassen. Jedes Tool unterscheidet sich dabei in Umfang und technischen Anforderungen. Google Analytics bietet bis zu 25 CDs in der kostenlosen Variante und bis zu 200 in der GA360 Version an. Dabei sind die Custom Dimensions in unterschiedlichen Scopes verfügbar: Nutzer, Sitzung, Hit und Produkt. Der Scope definiert, wie lange der Wert gültig ist. Das kann je nach Inhalt einen großen Unterschied machen und entsprechend genau den Anforderungen an den gewünschten Report erfüllen.

CustomDimensions für eCommerce-Stores

Als Freelancer für Web Analytics muss ich häufig Bugs im Tracking finden. Da ist der Rohdaten-Zugriff von BigQuery super hilfreich. Aber egal ob GA Free oder GA360, es gibt ein paar Custom Dimensions die dir beim Debugging unglaublich hilfreich sein können und daher immer eingebaut sein sollten.

Auch um spezielle Reports erstellen zu können, sind Custom Dimensions wichtig. Sie können deinen Daten den richtigen Sinn geben.

1. Webseiten Release
Normalerweise sollten die Entwickler der Webseiten eine Versionierung haben. Wenn du diese im DataLayer hast und als Custom Dimension an GA sendest, lässt sich sehr leicht herausfinden ob ein bestimmtest Release das Tracking zerschossen hat. Und das kommt oft genug vor 😉

2. Timestamp
Wenn du den Timestamp als eine Dimension mit speicherst, kannst du bestimmte Hits sortiert nach Zeit aus der API eine GA Free Accounts bekommen und Zeitabstände zwischen Hits berechnen. In GA360 mit BigQuery-Export wäre hits.hitNumber und hits.time verfügbar, um derartige Zeitberechnungen durchzuführen.

3. User Agent
Sobald der Hit bei Google ankommt, wird der User Agent String in seine Teile zerlegt und aufgeschlüsselt. Als Dimensionen sind dann Browser, Betriebssystem, Versionen etc. verfügbar. Manchmal ist es aber praktisch noch den gesamten originalen User Agent String verfügbar zu haben, den GA von Haus aus nicht speichert. Mögliche Szenarien sind z.B. das rückwirkende Auswerten von inApp Browsern oder das finden von Bots & Crawlern.

4. GA Client ID
Die GA Client ID aus dem GA Cookie ist ebenfalls nicht ein Dimension in GA abrufbar, auch wenn diese Information grundsätzlich von GA erfasst wird. Der Usecase hier ist, dass man anhand der Client ID Hits eines einzelnen User auslesen kann. Beim Debuggen z.B. nur meine eigenen Hits.

5. UserID
Wenn die UserID als uid-Parameter an Google Analytics übergeben wird, sollte die selbe ID auch noch mal in einer Custom Dimension gespeichert werden, da der uid-Parameter nicht als Dimension im Frontend von GA abrufbar ist.

6. URL
Je nach Setup kann es hilfreich sein, immer die aktuelle URL mit in einer Custom Dimension zu speichern.

7. Referrer
Besonders aber die URL des Referrers ist interessant. Für Analysen/Debugging von Session-Starts kann hier mehr Insights bekommen, wie sich bestimmt Nutzer verhalten haben.

8. Page Country Code
Sollte deine Webseite sich in Länder unterteilen, so sollte der jeweilige Country-Code in einer Custom Dimension gespeichert werden. Damit kann man nicht nur einzelne Views aufbauen, sondern auch in Berichten die Länder untereinander sehr schön trennen. Wichtig hierbei ist, dass die GeoIP zwar den Standort enthalten würde, aber dass eben nicht mehr der verwendeten Länder-Version der Webseite übereinstimmen muss.

9. Page Language Code
Das selbe gilt für die Sprachvarianten: Unterscheidet sich die Webseite in verschiedene Sprachen, so sollte die Sprache in einer CD gespeichert werden.

10. Page Gender
Wenn eine Unterseite einem Geschlecht zugeordnet werden kann, so kann dir eine Custom Dimension mit der Geschlechter-Information helfen praktische Reports aufzubauen. Z.B. in einem Fashion Online Store eine hit-basierte CD mit dem Geschlecht. Damit könnte man alle Pageviews in einem PieChart trennen nach Männern vs. Frauen vs. (not set). Oder man schaut sich Sessions an und wie dass Verhältnis zwischen Männern- und Frauen-Seiten dort ist.

11. Login Status
Der Login Status hilft Reports zu bauen, bei denen nach eingeloggten vs. Gast-Usern unterschieden werden soll. Damit kann das Verhalten dieser beiden Gruppen untersucht werden. Eingeloggte User sind in der Regel loyaler und kaufen mehr auf einer Webseite.

Fazit

Custom Dimensions sind ein unverzichtbares Mittel deine Webanalyse auf deine Bedürfnisse zuzuschneiden. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es Sinn macht sich frühzeitig damit zu beschäftigen welche CDs man aufzeichnen will und sollte dies dann auch umsetzen. Historische Daten sind sehr viel Wert. Und gerade beim Debugging ist es schade, wenn genau eine wichtige Information dann fehlt. Auf dem Blog von Bounteous findest du noch weitere 20 Ideen für Custom Dimensions.

Welche Custom Dimension darf für dich in keine Setup fehlen? Schreib es mir in die Kommentare!


Freelancer. Blogger. Affiliate. Und auf Weltreise.

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Hallo. Ich bin Thomas. Webtracking Expert für eCommerce und Google Analytics (mehr..)

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